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Verkaufen mit Werten statt Rabatten – Die hohe Kunst des wertevollen Verkaufens

  • Autorenbild: Christian Häring
    Christian Häring
  • 26. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit
Welche Werte sind deinem Kunden wichtig?   (Bild: Christian Häring)
Welche Werte sind deinem Kunden wichtig? (Bild: Christian Häring)


Rabatte – für viele Verkäufer sind sie der vermeintlich einfache Weg zum Abschluss. Doch wer sich auf Preisnachlässe verlässt, tappt schnell in eine gefährliche Falle: Die Marge schrumpft, das Angebot verliert an Wert und am Ende bleibt oft nur Austauschbarkeit. Wie gelingt es, sich aus dieser Rabattspirale zu befreien und stattdessen mit echten Werten zu überzeugen? Genau darum geht es in diesem Artikel.

 

Die Rabattfalle:

Warum Verkäufer nachgeben


Stellen wir uns die typische Situation vor: Der Kunde fragt ganz beiläufig, ob am Preis noch etwas zu machen ist. Viele Verkäufer geraten ins Schwimmen und geben nach – aus Angst, den Abschluss zu verlieren. Doch was steckt wirklich hinter dieser Reaktion?

Angst vor dem Nein: Lieber ein kleiner Gewinn als gar kein Umsatz – dieser Gedanke ist weit verbreitet. Doch er führt dazu, dass Verkäufer sich selbst unter Wert verkaufen.

Fehlende Argumente: Wer den Wert seines Angebots nicht klar kommuniziert, hat oft nur den Preis als Verhandlungsmasse. Das ist riskant, denn der Preis ist selten das einzige Kriterium für eine Kaufentscheidung. 

Glaubenssätze: „Man muss doch handeln können“ – dieser Satz klingt nach Erfahrung, ist aber ein teurer Irrtum. Jeder Rabatt senkt nicht nur den Gewinn, sondern auch die Wahrnehmung der eigenen Qualität. Der Kunde denkt: „Da war Luft drin – warum war der Preis dann so hoch?“

Das schwächt dein Vertrauen in eine seriöse Kalkulation. Und: Vertrauen ist die Währung im Vertrieb


 

Die unterschätzte Bedarfsanalyse: Werte erkennen statt Fakten abfragen

Der Schlüssel zu werteorientiertem Verkaufen liegt viel früher als viele denken – nämlich in der Bedarfsanalyse. Doch was passiert hier in der Praxis?

Häufig werden nur Fakten abgefragt: „Wie viele Mitarbeiter haben Sie?“, oder „Welches Budget steht zur Verfügung?“ Das reicht nicht aus.

Die entscheidende Frage lautet: Welche Werte sind dem Kunden wichtig? 

Geht es um Sicherheit? Um Prestige? Um Effizienz oder Nachhaltigkeit? Nur wer die Werte seines Kunden kennt, kann ihm wirklich begegnen – auf seiner ganz eigenen Kommunikationsinsel. Wer das herausfindet, präsentiert so, dass kaum noch Raum für Einwände bleibt. Das Angebot entspricht den Kundenwerten, und das ist die hohe Kunst des wertevollen Verkaufens. 


 

Verkaufen mit Werten statt Rabatten: So wird der Preis zweitrangig

Wenn du die Werte deines Kunden kennst, wird der Preis plötzlich zweitrangig. Ein Beispiel aus der Praxis:

„Ja, wir sind nicht der günstigste Anbieter – und das ist Absicht. Wir investieren in Qualität, persönliche Betreuung und nachhaltige Ergebnisse. Das bedeutet für Sie: weniger Risiko, mehr Sicherheit und langfristigen Erfolg.“

Wer aufmerksam war, erinnert sich an den letzten Blogartikel zum Thema Einwandbehandlung: Preframing.

Der Einwand wird vorweggenommen, indem er aktiv angesprochen wird. Warum funktioniert das? Weil die Kundenwerte bekannt sind und gezielt eingebracht werden. Das ist kein Rechtfertigen, sondern ein klares Statement: Der Preis spiegelt den Wert wider. Und wenn der Kunde merkt, dass das Angebot seine Werte erfüllt, wird er nicht mehr über Rabatte reden.



Praxis-Tipp: Die richtigen Fragen in der Bedarfsanalyse

Wie gelingt es, die Werte des Kunden zu erkennen? Die folgenden Fragen sind Gold wert:

  • „Was ist Ihnen bei einer Lösung besonders wichtig?“

  • „Was bedeutet für Sie ein guter Partner?“

  • „Was darf auf keinen Fall passieren?“

Die Antworten auf diese Fragen machen die Präsentation so stark, dass Einwände fast verschwinden. Wichtig ist, die Formulierungen des Kunden aus der Bedarfsanalyse in der Warenpräsentation zu paraphrasieren. So fühlt sich der Kunde verstanden und abgeholt.



Werte statt Rabatte – der Weg zu nachhaltigem Vertriebserfolg

Fassen wir zusammen: Rabatte sind eine Falle, die den eigenen Wert zerstört. Die Bedarfsanalyse ist der Schlüssel – finde die Werte des Kunden und präsentiere so, dass dein Angebot diese Werte erfüllt. So wird der Preis zur Nebensache und der Kunde entscheidet sich für dich, weil du seine Bedürfnisse und Werte wirklich verstanden hast. 



Fazit: 

Wer sich auf Rabatte verlässt, verliert langfristig an Wert und Austauschbarkeit. Wer hingegen die Werte seiner Kunden erkennt und gezielt anspricht, schafft echte Bindung und nachhaltigen Erfolg. Die hohe Kunst des wertevollen Verkaufens beginnt mit der richtigen Bedarfsanalyse und endet mit einer Präsentation, die den Kunden dort abholt, wo seine Werte liegen.



Und immer dran denken: wert(e)voll verkaufen. 

 
 
 

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